Wie arbeitet das ZweiEck in Zeiten von Corona?!

Trotz oder gerade wegen der Krise wollen wir uns als Nachbarschaftsverein nicht zurückziehen. Momentan bekommen viele von uns die Probleme, die wir seit Jahren anprangern und gegen die wir kämpfen, umso deutlicher zu spüren.

Minijobber verlieren ihren Job, Selbstständige haben 100% Verdienstausfall, auf Arbeit werden Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten, Kinder, deren Eltern nicht die Ressourcen haben, ihre Kinder bei den Schulaufgaben zu unterstützen, sitzen alleine vor einem Berg schwer zu bewältigender Aufgaben, und Einsamkeit macht sich weiter breit.
Das können wir nicht einfach so geschehen lassen. Auch wenn wir uns nicht in gewohnter Form treffen und austauschen können, bleiben wir weiter aktiv.

Alle aktuellen Infos findet ihr auf: https://corona-news-leipzig.de/

Einerseits gibt es weiterhin die Stammtische:

  1. Selbstständige Lehrkräfte/Erwachsenenbildung
    Email: lehrkraefte-gegen-prekaritaet@gmx.de
  2. Studenten und andere sich in Ausbildung befindende Gruppen (Schüler, Auszubildende)
    Email: info_sst@mail.de
    FB: facebook.com/SolidarischerStudententreff/
  3. Kulturstammtisch
    Email: kulturstammtischleipzig@gmx.de
    Chat: m.me/109755077294530
  4. Gesundheits- und Sozialwesen
    Chat: m.me/GUSSLeipzig

Außerdem haben wir drei Arbeitsgruppen gegründet:

  1. Krankheit und Krise
    Diese Arbeitsgruppe trägt Informationen zur Entwicklung zusammen. Was passieren für arbeitsrechtliche Einschnitte? Was bedeuten die politischen Maßnahmen für uns? Was heißt das alles langfristig? Die Gruppe versucht sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie aus der Perspektive unseres Vereins die aktuellen Entwicklungen einzuschätzen sind.
  2. Vernetzung
    Diese Gruppe schaut, was andere Initiativen gerade schon machen. Vor allem will sie sich aber mit den Positionen, Forderungen und Aktivitäten der Gewerkschaften in der aktuellen Lage auseinandersetzen und sinnvolle Vernetzung schaffen.
  3. Solidarität
    Die Gruppe Solidarität macht sich Gedanken, wie wir uns in der aktuellen Lage gegenseitig unterstützen und organisieren können. Was tun wir, wenn wir unsere Miete nicht mehr zahlen können? Wie bekämpfen wir die Einsamkeit? Wie tragen wir Protest nach außen, wenn wir uns nicht versammeln können?

Wir vernetzen uns digital und tauschen uns dann auch einmal wöchentlich gemeinsam über Forderungen und anderes aus. Wir freuen uns über mehr Menschen, die mitmachen wollen und sich mit uns austauschen. Schreibt uns an!

E-Mail: 2ekinfo@posteo.de
Facebook: http://www.facebook.com/ZweieckLeipzig

Erster Rundbrief vom ZweiEck // März

Ihr Lieben!

Zurzeit passiert echt ’ne Menge hier im ZweiEck. Gut so
Damit wir aber auch alle schön den Überblick behalten, gibt’s ab sofort monatliche Rundbriefe, mit denen wir euch auf dem Laufenden halten wollen.
So verpasst ihr nichts mehr, weil euch keiner rechtzeitig bescheid gegeben hat.

Falls ihr Fragen zu einzelnen Veranstaltungen habt, schreibt uns hier oder schaut zu den Öffnungszeiten im Laden vorbei.

Wir sehen uns dann im ZweiEck!

Offener Brief zum Vorfall am Reclam-Gymnasium

schule

Sehr geehrte Frau Dr. Seipel,

wir schreiben Ihnen diesen offenen Brief als Verein Einladen e.V. mit dem Stadtteilladen
Zweieck. Mit Entsetzen wurden wir von mehreren Aktiven unseres Vereins über die
Vorgänge an Ihrer Schule informiert. Hierbei beziehen wir uns konkret auf die Ereignisse und die Reaktionen im Nachgang des Benefizkonzerts der Schüler am 31. Januar 2020, bei dem die 12. Klassen für ihren eigenen Abiball Geld sammelten.

Wie uns von einigen Aktiven bei uns zugetragen wurde, kam es zu mehreren
verleumderischen Grenzüberschreitungen von Lehrern – sowohl im Rahmen des Unterrichts, als auch außerhalb dessen. Es handelt sich um die Äußerungen einer Lehrerin vor ihrem Kurs, in denen sie einem der aufgetretenen Musiker und zugleich ehemaligen Schüler eine vermeintlich rechte Gesinnung unterstellt – und das, ohne irgendeinen Anhaltspunkt oder einen konkreten Anlass dafür zu haben.
Außerdem äußerte sie sich abfällig über dessen Familiensituation. Diese Aussage ist umso gravierender, da ein Geschwisterteil dieses ehemaligen Schülers immer noch Ihre Schule besucht.

Unserer Ansicht nach ist dieses Verhalten eine grobe Missachtung des pädagogischen Auftrages und eine Verharmlosung dessen, was „rechts“ eigentlich ist. Was rechts ist, haben wir gerade an Anschlägen wie in Halle und Hanau gesehen. Der Vorwurf, dass der ehemalige Schüler rechts sei, ist schlichtweg falsch und muss daher entschieden zurückgewiesen werden. Er ist seit langem ein aktives Mitglied in unserem

Nachbarschaftsladen und engagiert sich selbst solidarisch gegen Unrecht wie Rassismus,
Verdrängung oder Sozialchauvinismus.

Weiter muss man sich aber fragen, wie ein grundsätzlicher Umgang mit Schülern aussieht, die rechte Gedanken haben und äußern. Wie pädagogisch sinnvoll erachtet die Schule im Allgemeinen und die Lehrkraft im speziellen Denunziationen als Mittel?
Sollte die Schule nicht ein Ort sein, in dem Menschen mit abweichenden Meinungen in wissenschaftlichen Diskussionen die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu überdenken und zu bilden.

Des Weiteren wurde uns der Fall eines anderen Lehrers zugetragen, welcher sich ebenfalls respektlos über das Engagement von Schülern während des Konzerts geäußert hat. Dieser beleidigte außerdem verschiedene Schüler, welche in Eigeninitiative Beiträge zum Konzert geliefert hatten. Er verteilte in diesem Zusammenhang schlechte Noten, obwohl die Veranstaltung ein von den Schülern für ihre Eltern organisiertes Benefizkonzert war. Dabei wird deutlich, was dieser Lehrer vom freiwilligen Engagement der Schüler hält.
Die gegebenen Noten wurden zusätzlich vor dem gesamten Kurs verlesen. Die Schüler
hatten keine Möglichkeit dazu, den Wunsch zu äußern, dass die Noten nicht öffentlich
bekanntgegeben werden. Auch wenn dies legale Praxis sein sollte, verstößt es wiederum
gegen den pädagogischen Auftrag.

Auch Ihr Verhalten als Schulleitung wirft einige Fragen auf. Zum einen ließen Sie die
Veröffentlichung von Klarnamen auf der Website und in einer Stellungnahme der Schule zu, ohne sich dafür vorher das Einverständnis des ehemaligen Schülers einzuholen oder
diesen überhaupt zu kontaktieren. Das stellt einen Verstoß gegen das Namens- und
Persönlichkeitsrecht dar. Zum anderen haben Sie keine inhaltliche Stellung bezogen,
nachdem sie über das Verhalten der Lehrkraft informiert worden waren.

Der Schilderung nach scheinen diese Vorfälle keine Einzelfälle zu sein, sondern ein
generelles Problem. Grenz- und Kompetenzüberschreitungen sind wohl keine Ausnahme, ebenso wenig feindseliges Verhalten von Lehrern gegenüber ihren Schülern.
Wir als Verein stellen uns offen gegen ein solches Verhalten.

Bei uns sind unterschiedliche Menschen organisiert wie Schüler, Studenten, Lehrer, Migranten oder Rentner. Wir tauschen uns miteinander aus, unterstützen uns und organisieren uns gegen verschiedene Missstände. Gegenseitiger Respekt und solidarischer Umgang sind für uns wichtige Prinzipien. Nach den oben aufgeführten Schilderungen scheinen diese an Ihrer Schule eher missachtet zu werden. Das zeigen uns die oben geschilderten Vorfälle deutlich. Als Schulleitung ist es Ihre Aufgabe und Verantwortung, diesen Vorfällen nachzugehen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Wenn Lehrkräfte ihren pädagogischen Auftrag missachten und sich Schülern feindselig und respektlos gegenüber verhalten, kann keine Weiterbeschäftigung erfolgen.

Unabhängig vom weiteren Verlauf fordern wie eine öffentliche Entschuldigung von Seiten der entsprechenden Lehrkräfte und Ihnen als Schulleitung.

Auf baldige Stellungnahme und Antwort Ihrerseits freuen wir uns.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Lea Wagner
Vorsitzende Einladen e.V.
Träger des Stadtteilladens Zweieck

Neue Gruppe im ZweiEck – Gesundheits- und Sozialwesen Stammtisch Leipzig // GUSS

Aufgepasst! Am Montag, 16.03. trifft sich von 18 – 20 Uhr das erste mal der Gesundheits- und Sozialwesen Stammtisch Leipzig. Kurz und knackig GUSS genannt.

Vielleicht kennst du das auch: Kurze Schichtwechsel. Schlechte Personalschlüssel.
Keine Zeit für Pausen. Schlechter Lohn und kaum Zuschläge. Andauernd musst du für kranke Kollegen einspringen. Und am Ende leidet die Qualität deiner Arbeit, sowie deine eigene und die Gesundheit der Patienten/Klienten darunter.
Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen,
die die Schnauze von ihren Arbeitsbedingungen voll haben. Wir wollen uns austauschen und gemeinsam überlegen was wir gegen diese Bedingungen tun können.
Wenn es dir auch so geht, dann komm vorbei und erzähl uns von deinem Job und diskutiere gemeinsam mit uns.

Alle Pflegekräfte, Ärztinnen, Sozialarbeiter, Rettungssanitäter etc. sind herzlich Willkommen.

 

Einladung zur Diskussionsrunde über „Altersarmut“

Wir, der Nachbarschaftsverein ZweiEck in Anger-Crottendorf, laden am 23.02.2020 um 15 Uhr zum gemeinsamen Gespräch zum Thema “Altersarmut” ein.
Wir wollen darüber sprechen, welche politischen Gründe Armut im Rentenalter hat: Die Einführung von Hartz4, Leiharbeit, Ausbreitung des Niedriglohnsektors und gesellschaftliche Spaltung.
Als Nachbarschaftsverein wollen wir uns solidarisch in der Nachbarschaft organisieren: Wir wollen einen Zusammenhalt zwischen Rentnern, Angestellten, Arbeitern und Studenten schaffen.
Lasst uns darüber sprechen, welche Ursachen diese unerträglichen Umstände haben und überlegen, wie wir uns dagegen organisieren können!
Jeder ist herzlich willkommen!
altarm

Das ZweiEck startet mit Schwung und ein paar Veränderungen ins Jahr 2020

Liebe Nachbarschaft,

auf unserem letzten Vereinstreffen in 2019 hat sich einiges getan!
Nach langen Diskussionen haben wir entschieden uns erstmal vom Montags-Treff zu verabschieden.

Bei ein paar kullerten fast die Tränen.. kein Wunder – jahrelang war „der Montag“ für unsere längsten Mitglieder fester Bestandteil in der Woche. Allerdings haben wir gemerkt, dass es immer schwieriger wurde die unterschiedlichen Baustellen unserer Mitglieder unter einen Hut zu bringen.

Vor ein paar Monaten fingen dann ein paar von uns an sich in kleineren Gruppen mit ähnlichem Alltag und Problemen zu organisieren. Ob Studenten, Freiberufliche Lehrer, Migranten oder Eltern und ihre Kinder bei der Nachhilfe. Wir haben das Gefühl uns so noch besser unterstützen und mehr ins Rollen bringen zu können.

Ihr seid neugierig geworden? Wann sich die Gruppen treffen, könnt ihr unter den aktualisierten Öffnungszeiten nachschauen.

Jobcenter, Ausländerbehörde oder miese Vermieter werden uns natürlich trotzdem nicht in Ruhe lassen. Kommt erstmal weiter zu den Öffnungszeiten vorbei. Wir finden schon eine Lösung!

Ab dem neuen Jahr wird es außerdem wieder jede Woche die Freitags-Kneipe ab 18 Uhr geben, in der wir uns als Nachbarschaft in geselliger Runde weiter austauschen oder neu kennenlernen können!

Und natürlich findet nach wie vor unser Vereinstreffen 1x im Monat statt. Dort wird Platz sein um kommende Erzählcafés, Spielenachmittage, Partys und Bautage zu planen oder über die frisch gedruckte ZweiEck-Zeitung zu diskutieren.

Das nächste Vereinstreffen ist übrigens am 17.01. um 17 Uhr.

Kommt vorbei und startet mit uns ins neue Jahr